Georgien - Land
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Einreise und Fakten
 Einreise für Deutsche
Visumfrei für 360 Tage. Notwendig ist der mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass oder Personalausweis (Reisepass bei Ein- oder Rückreise über bestimmte Drittstaaten erforderlich!).
 Einreise für Österreicher
Visumfrei für 360 Tage. Notwendig ist der mindestens noch 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass.
 Einreise für Schweizer
Visumfrei für 360 Tage. Notwendig ist der mindestens noch 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass.
 Landesdaten
Lage
Georgien grenzt im Norden und Osten an die Russische Föderation; im Südosten an Aserbaidschan; im Süden an Armenien; im Südwesten an die Türkei und im Westen ans Schwarze Meer. Die höchsten Erhebungen Georgiens sind der Kasbek (5.047 m) und der Schchara (5.068 m) im Großen Kaukasus.
Zum Territorium gehören auch die Autonomen Republiken Abchasien, Adscharien und Südossetien.
Fläche: 69.700 km2.
Einwohner
Bevölkerung: ca. 4,63 Millionen.
Städte: Tiflis (Tbilisi, Hauptstadt) ca. 1,1 Millionen, Kutaisi ca. 216.000, Rustavi ca. 138.000, Batumi (Hauptstadt Adschariens) ca. 124.000, Suchumi (Hauptstadt Abchasiens) ca. 112.000, Gori ca. 50.000, Poti ca. 47.100.
Sprache
Amtssprache ist Georgisch. Daneben werden je nach Region diverse andere Sprachen gesprochen, unter anderem Aserbaidschanisch, Armenisch, Abchasisch und Ossetisch. Russisch und Englisch werden zum Teil verstanden.
Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden.
Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) +2 Stunden.
 Stromspannung
220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.
Es empfiehlt sich, einen Adapter dabeizuhaben. Es gibt häufig auch längere Stromausfälle, besonders von November bis März. Es wird daher empfohlen, starke Taschenlampen mitzunehmen.
 Telefon/Post
Post
Im internationalen Postverkehr muss mit Unterbrechungen gerechnet werden. Zur schnelleren Beförderung sollten Briefe und Pakete direkt bei den Postämtern abgegeben werden.
Telefon
Die Telefon-Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Georgien ist 00995, von Georgien nach Deutschland wählt man 8 (Freizeichen abwarten) und dann 1049, nach Österreich ebenfalls 8 und dann 1043 und in die Schweiz die 8 und dann 1041.
Das Telefonnetz in Georgien weist große Schwächen auf. Von öffentlichen Telefonen aus kann man nur Ortsgespräche führen. Fern- und Auslandsgespräche sind von Telefonzentren aus möglich.
NOTRUFNUMMERN: Polizei 02, Unfallrettung 03 oder 901, Feuerwehr 01.
Mobilfunk
Netztechnik: GSM 900/1800.
Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Georgien von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.
Internet
Länderkürzel: .ge
In Tiflis sind viele Internetcafés vorhanden. Auch in anderen größeren Städten werden zunehmend Internetcafés eröffnet.
 Feiertage
1. Januar (Neujahr), 7. Januar (orthodoxes Weihnachtsfest), 19. Januar (Dreikönigstag; Epiphaneas), 3. März (Muttertag), 8. März (internationaler Frauentag), 21. März (Frühlingsfest), 9. April (Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit), 22. April (Karfreitag), 25. April (Ostermontag), 9. Mai (Tag des Sieges), 26. Mai (Unabhängigkeitstag), 28. August (Mariä Himmelfahrt, orthodox), 14. Oktober (Marienfeiertag), 23. November (Tag des Heiligen Georg).
Außerdem haben viele Georgier am 24. August (Tag der Verfassung) frei, obwohl er kein gesetzlicher Feiertag ist.
Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juli bis Ende August.
 Öffnungszeiten
Geschäfte: Montag bis Samstag 10-17 Uhr, Lebensmittelgeschäfte haben oft länger geöffnet;
Banken: Montag bis Freitag 9.30-17.30 Uhr (mit Mittagspause);
Büros: Montag bis Freitag 9-18 Uhr (mit Mittagspause).
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Land und Leute
 Geschichte/Politik
Die Griechen gründeten an der georgischen Schwarzmeerküste um 600 v.Chr. mehrere Kolonien; sie nannten die Gegend "Kolches". Im Osten Georgiens hingegen regierten die Perser. Kurz vor der Zeitenwende wurde Georgien römisch. Später dehnte sich das Land unter dem Einfluss einer mächtigen Dynastie - der Bagratiden - gewaltig aus und umfasste im 13. Jahrhundert den ganzen Kaukasus. Doch dann sorgten die Mongolen dafür, dass das Reich wieder zerfiel. 1783 stellte sich Georgien unter die Schutzherrschaft des russischen Zaren. Um 1800 wurde es ein Teil Russlands. 1918, nach der russischen Revolution, wurde Georgien wieder selbständig. Doch 1921 marschierten sowjetische Truppen ein und ab 1936 war Georgien ein Teil der UdSSR. Bei deren Zerfall strebte Georgien 1991 wieder die Unabhängigkeit an. Inzwischen ist das Land eine präsidiale Republik innerhalb der GUS.
 Wirtschaft
Das wirtschaftlich gut funktionierende, einst wohlhabende Land hat durch andere Länder der GUS Probleme bekommen, da jene ihre Abnahmeversprechen für Güterlieferungen nicht einlösen konnten. Früher lieferte Georgien beispielsweise über 90 Prozent des Tees, die die Einwohner der UdSSR verbrauchten. Nun passiert das, was man in Georgien seit Jahrzehnten nicht kannte: Lebensmittel sind zuweilen knapp und die Inflationsrate ist hoch.
Georgien hat zwar Bodenschätze, so gibt es beispielsweise Erdöl und Erdgas aber auch Kohle und einige Metalle, doch die Landwirtschaft ist wichtiger für das Land. Diese muss sich wegen der Agrarstruktur auf Spezialkulturen beschränken: Tee, Tabak, Wein, Zitrusfrüchte, Getreide, Mais und Baumwolle. Die Weidewirtschaft spielt in höheren Lagen eine Rolle. An den Berghängen wird Forstwirtschaft betrieben.
Die Einnahmen durch den Tourismus, der in Georgien sehr gut angelaufen war, lassen gegenwärtig zu wünschen übrig.
 Religion
Die Bevölkerung ist mehrheitlich georgisch-orthodox. Ansonsten gibt es Anhänger der armenisch-apostolischen Kirche, Muslime und eine Minderheit von Juden in Georgien.
 Vegetation
Auf rund einem Drittel der Grundfläche Georgiens steht Wald. Im Rioni-Becken findet man sogar eine subtropische Vegetation mit Palmen und Bambussträuchern, Zypressen und Eukalyptus, Lack- und Zitrusbäumen. Einst standen hier Wälder aus Lianen, Eiben und Buchsbaum. Von denen blieben allerdings nur Reste übrig. Im Osten Georgiens stehen Trockenwälder mit Wacholdersträuchern und Pistazienbäumen, dort breiten sich auch Steppen mit Feder- und Bartgras aus. An den Berghängen wachsen in den tieferen Lagen Mischwälder mit Eichen, Kastanien und Hainbuchen. Höher an den Bergen findet man vor allem Buchen, ab 1.900 m Höhe Nadelholz und Moorbirken. In Höhen über 2.100 m breiten sich alpine Mattenlandschaften aus.
 Tierwelt
Unter den Tieren gibt es noch Arten, die man selten findet - Braunbären, Luchse und Wildkatzen. In den Bergen kann man Steinböcke sehen, auch Gemsen und Bezoarziegen. Dort sind auch Bart-, Gänse- und Kuttengeier zuhause. In tieferen Regionen leben die üblichen europäischen Säugetiere: Hirsche, Rehe, Wildschweine und mit etwas Glück kann man Fasane, Trappen, Reb- und Birkhühner beobachten.
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Gebräuche, Kulinarisches
 Kulinarisches
In den georgischen Städten, in denen jahrhundertelang Fremde ein- und ausgingen, findet man die außergewöhnlichsten Gerichte auf der Speisekarte, auch manches Asiatische. Die Küche des breiten Landes hingegen ist einfach. Doch weiß man mit Gewürzen, auch mit Paprika und Pfeffer, gut umzugehen. Typisches (es stammt aus der Gegend von Suchumi) ist beispielsweise "Elardschi", eine Art Polenta mit frischem Käse.
 Sitten und Gebräuche
In Georgien leben überwiegend orthodoxe Christen, aber auch Moslems. Seit jeher gehören die Georgier zu den hochgebildeten Völkern im Osten. Im Land gibt es 20 Hochschulen, in Tiflis und Batumi zwei Universitäten.
Dennoch blieb eine ganze Reihe von heidnischen Bräuchen erhalten. Ein Beispiel: der sonderbare Kult um den Heiligen Georg (der dem Land den Namen gegeben hat). Jede Familie hat nämlich ihren eigenen Georg. Wenn man zu einem fremden Heiligen Georg betet, so bringt das Unglück.
 Souvenirs
Mit etwas Glück kann man, vor allem in den Bergen bei Bauern, die eine oder andere alte Ikone finden.
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Klima und Wetter
 Klimainformationen
In Georgien herrscht in den Küstenregionen mildes Meeresklima, im Landesinneren Kontinentalklima. In den Sommermonaten von Juni bis August können Temperaturen bis zu 40° C erreicht werden. Gelegentlich kommt es vor, dass Temperatur und Luftdruck stark schwanken. Der Winter, der sich üblicherweise auf die Monate von Dezember bis Februar erstreckt, ist in Tiflis und Umgebung nicht wesentlich kälter als in Mitteleuropa. In den Bergregionen wird es hingegen sehr kalt und schneereich.
 Beste Reisezeit
Die besten Reisezeiten sind April bis Juni sowie September und Oktober.
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Gesundheit
 Vorgeschriebene Impfungen
Keine.
 Empfohlene Impfungen
Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.
 Informationen zur Malaria
Malaria
Risiko nur regional, dort keine medikamentöse Prophylaxe. Nur Malaria tertiana (P. vivax).
Verbreitung
Sehr geringes Übertragungsrisiko zwischen Juli und Oktober in südöstlichen Landesteilen.
Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.
 Ärztliche Hilfe
TIFLIS: Dr. med A. Baas (spricht Deutsch), über die Deutsche Botschaft in Tiflis erreichbar, Tiflis.
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Geld und Umtausch
 Währung
Währungseinheit
Währungseinheit: Lari (GEL)
1 Lari = 100 Tetri.
Derzeitiger Kurs:
1 Euro = ca. 2,40 GEL
1 US-$ = ca. 1,77 GEL
Hinweise
Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)
 Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Euro oder US-$ in neuen Scheinen und in kleinen Stückelungen empfohlen.
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung
Ausfuhr Fremdwährung: bis zu maximal 500 US-$ bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.
Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Umtauschempfehlung: im Reiseland
Umtausch: Umtausch nur in Höhe des unmittelbaren Bedarfs vornehmen (nie auf einmal oder für eine ganze Woche). Euro oder US-$ (in tadellosen, möglichst neuen Scheinen) auch in kleinen Stückelungen mitführen - häufig wird Zahlung in US-$ gefordert.
Internationale Kreditkarten: Ja - werden aber nur in einigen internationalen Hotels (bei Buchung abklären) und Banken akzeptiert. Sonst ist Barzahlung die Regel.
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Wichtige Adressen
 Auskunftstellen
Botschaft von Georgien
Rauchstraße 11
10787
Berlin
E-Mail Konsularabt.: berlin.konsulat@mfa.gov.ge
Konsularabt.: (030) 48 49 07 19
www.botschaftvongeorgien.de
berlin.emb@mfa.gov.ge
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr u. 14-18 Uhr, Konsularabteilung: Besuchszeiten Mo u. Do 9.30-15 Uhr, telefonische Auskunft Di, Mi u. Fr 9.30-13 Uhr
State Department of Tourism and Resorts of Georgia
12 Chanturia str.
0108
Tbilisi /Georgia
Georgia@tourism.gov.ge
Georgian Chamber of Commerce Industry
Berdznis str. 29
Tbilisi /Georgia
http://www.gcci.org.ge
info@gcci.ge
 Botschaften und Konsulate
Botschaft von Georgien
Rauchstraße 11
10787
Berlin
E-Mail Konsularabt.: berlin.konsulat@mfa.gov.ge
Konsularabt.: (030) 48 49 07 19
www.botschaftvongeorgien.de
berlin.emb@mfa.gov.ge
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr u. 14-18 Uhr, Konsularabteilung: Besuchszeiten Mo u. Do 9.30-15 Uhr, telefonische Auskunft Di, Mi u. Fr 9.30-13 Uhr
Honorarkonsulat von Georgien
Ottostraße 1 (2. Stock)
80333
München
www.botschaftvongeorgien.de
georgischer-honorarkonsul@claus.hipp.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
Embassy of the Federal Republic of Germany
vorübergehend: c/o Sheraton Metechi Palace Hotel Telawi Str. 20
0103
Tiflis /Georgien
info@tiflis.diplo.de
Amtsbezirk: Republik Georgien
Von Deutschland
Die Visa- und Konsularabteilung der Botschaft hat folgende Adresse:
 Ärztliche Hilfe
TIFLIS: Dr. med A. Baas (spricht Deutsch), über die Deutsche Botschaft in Tiflis erreichbar, Tiflis.
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Reisetipps
 Sehenswertes
Tiflis
Die Stadt wird schon im vierten Jahrhundert als Festung genannt. 490 trat sie als Hauptstadt an die Stelle der alten Königsmetropole Mtscheta. Tiflis hatte Vorteile von seiner Lage an der Kreuzung der Straße von Zentralasien nach Kleinasien und von Russland nach Persien. Es gab dort einen lebhaften Handelsbetrieb. Die Tifliser Bäder mit ihren Schwefelquellen waren schon damals berühmt.
Tiflis war lange Zeit eine durchaus orientalische Stadt mit seinen luxuriösen Badehäusern und Basaren, die es auch noch heute gibt, allerdings längst nicht mehr so exotisch wie einst. Viele Dichter und Maler liebten die Stadt. Im elften und zwölften Jahrhundert, während des goldenen Zeitalters Georgiens, versammelte die damalige Königin Tamara die besten Künstler und Gelehrten in ihrer Residenz Tiflis. Die Emaille- und Mosaik-Kunst jener georgischen Renaissance zählt zu den größten Leistungen abendländischer Kunst überhaupt.
Seit 1917 hat sich für Tiflis auch der Name "Tbilissi" eingeführt. Das bedeutet auf Deutsch "Die Stadt des warmen Wassers" und bezieht sich auf die Schwefelquellen. Die Georgier benutzen keinen der beiden Namen; sie sprechen einfach von "Kalaki" - das bedeutet "Die Stadt".
Viele Überfälle und Plünderungen bewirkten, dass in Tiflis nur wenige historische Gebäude übrigblieben und die Stadt keine Einheit mehr bildet. Eines der Gebäude, das aus Tiflis Vergangenheit übrigblieb, ist die aus gelbem Stein errichtete Zionskathedrale, die im sechsten Jahrhundert gebaut wurde und in der Königin Tamara mit einem russischen Prinzen getraut wurde. Wenn man alte georgische Architektur sehen will, muss man sich in die Umgebung von Tiflis begeben. In Tiflis gibt es immer noch sehr eindrucksvolle Viertel mit alten orientalischen, gewundenen und steilen Straßen, mit malerischen Häusern, Holzbalkonen und schattigen kaukasischen Platanen.
Zum Mtatsminda, dem "Heiligen Berg", führt eine Seilbahn hinauf. Auf halber Höhe steht das Pantheon, in dem viele russische (nicht nur georgische) Größen begraben liegen. Der Gipfel des Mtatsminda ist als riesiger Park angelegt.
Auf dem Metechi-Hügel stehen zwei historische Bauten: ein Fort aus dem 13. Jahrhundert und eine Kirche. Die Kirche, die schon aus dem fünften Jahrhundert stammt, wurde schon häufig restauriert und zeigt mit ihrem zylindrischen Turm und dem Spitzdach die charakteristische Form georgischer Kultstätten. Unterhalb des Metechi-Hügels liegt das alte Awlabar-Viertel mit einem armenischen und einem persischen Basar.
Mtscheta
In der Nähe von Tiflis, an der sehr schönen georgischen Heerstraße, liegt die frühere Hauptstadt des Königreichs Iberien (wie einst das östliche Georgien hieß). Sie wurde von den Griechen "Armosica" genannt und ist über 3.000 Jahre alt. Dort steht die Sweti-Tschoweli-Kathedrale, die "Kathedrale des Lebensbaums". Sie wurde im vierten Jahrhundert dort errichtet, wo man angeblich das Gewand Jesu Christi fand. Der heutige Bau entstand allerdings erst im 15. Jahrhundert. Mehrere Könige Georgiens liegen hier begraben.
In der Kirche des alten Nonnenklosters Samtawro, die aus dem neunten Jahrhundert stammt, wurde, neben seiner Frau Nana, Mirian bestattet, der erste christliche König Iberiens. Der Weg zur Kirche ist mit Gräbern aus dem zehnten und elften Jahrhundert gesäumt. Auf einem Hügel thront die alte Festung Bebris Tsiche, die zwei Meter dicke Mauern hat. Und ganz in der Nähe liegt das Ausgrabungsgelände von Armazsihe. Hier standen ein antiker Ormus-Tempel und die Residenz der einstigen Fürsten von Mtscheta.
Suchumi
Diese im Norden Georgiens, an der Schwarzmeerküste gelegene Stadt ist die Hauptstadt der Provinz Abchasien, was auf Georgisch "Land der Seele" heißt. Dort kann man sehr gut baden, da das Wasser dort wärmer ist als überall sonst am Schwarzen Meer.
Abchasien ist landschaftlich sehr schön. Seine Hügel sind mit üppiger Vegetation bedeckt und es gibt dort viele subtropische Pflanzen. Hier wird vor allem Tee angepflanzt, aber auch die Seidenraupen- und Bienenzucht sind weit verbreitet. Auch Tabak wird dort in größerem Maßstab angebaut.
Suchumi ist eine der schönsten Städte am Schwarzen Meer - vor allem wegen seiner vielen Grünflächen und Parks mit Palmen, Bambussträuchern und anderen halbexotischen Pflanzen. Man sieht noch heute Bauten aus dem elften bis 13. Jahrhundert. Ein wenig außerhalb liegen die Ruinen einer Festung und eines Schlosses, auch die Überreste eines alten Tempels, eine uralte Brücke und, nicht weit entfernt, Reste der einst berühmten abchasischen Mauer, die im vierten Jahrhundert errichtet wurde und 160 km lang war.
Suchumi hat einen hübschen botanischen Garten, der 1840 gegründet wurde. Hier sieht man 800 verschiedene Baum- und Strauchsorten aus fast allen Winkeln der Erde. Spezialisiert ist man auf Bassins, in denen seltene Wasserpflanzen wachsen. Auch die Kaktus-Sammlung ist sehenswert.
Batumi
Batumi liegt in der breiten Tiefebene der historischen Kolchis, die von klassischen griechischen Autoren häufig beschrieben wurde. Dieses Gelände dicht an der türkischen Grenze, in dem subtropisches Klima herrscht, heißt heute "Adscharien". Der Hauptort Batumi ist eine blendend weiß aufgemauerte Stadt, die im Altertum "Bahys" hieß und im sechsten Jahrhundert zu Byzanz gehörte. Entlang der Küste erstreckt sich zwei km lang ein schöner Strandpark und in der Nähe liegen einige hübsche Badeorte.
Nördlich der Stadt öffnet sich der berühmteste botanische Garten der russischen Länder. Er wurde 1912 angelegt, um zu untersuchen, ob man am Schwarzen Meer tropische Pflanzen heimisch machen kann. Er besitzt zahlreiche Laboratorien und ein hervorragendes Museum mit exotischen Pflanzen und seltenen Baumarten.
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Reisehinweise
 Reisehinweise
Konfliktgebiete Südossetien und Abchasien: Vor Reisen in das Konfliktgebiet Südossetien wird gewarnt; vor Reisen in das Konfliktgebiet Abchasien wird grundsätzlich abgeraten.
Beide Gebiete stehen nicht mehr unter der Kontrolle der georgischen Regierung. Die Sicherheitslage in den Gebieten ist prekär und es kommt immer wieder zu Zwischenfällen. Außerdem besteht die Gefahr von Minenfeldern. Beide Gebiete sind für den internationalen Reiseverkehr gesperrt und können nur mit Zustimmung der georgischen Regierung bereist werden. Einreisen von russischem Staatsgebiet aus werden von Georgien als illegale Grenzübertritte behandelt und streng bestraft.
Übriges Georgien: Im Gegensatz zu den Konfliktgebieten ist die Lage im übrigen Georgien ruhig. Aus Sicherheitsgründen wird von Überlandreisen nach Einbruch der Dunkelheit sowie von Reisen auf einsamen Strecken abgeraten.
Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.
 Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
In Tiflis kommt es zu gelegentlichen Taschendiebstählen und Raubüberfällen.
Im ganzen Land sind die Straßenverhältnisse schlecht und es gibt ein erhöhtes Unfallrisiko. Überlandreisen sollten nicht nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden.
SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.
Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.
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